Orientierung im Seminardschungel

Online-Bildungsberatung für Betriebsräte

Da die Anforderungen an Interessenvertreter immer mehr bzw. spezialisierter werden ist es für das einzelne Betriebsratsmitglied natürlich auch immer schwieriger zu wissen, wo seine / ihre Stärken und Schwachstellen als Betriebsrat liegen.
Nur wer weiß, welche persönlichen Stärken für das Gremium hilfreich sein können und an welchen Schwachstellen Qualifizierung sinnvoll sein könnte, kann sich in der Betriebsratsrolle gezielt weiterentwickeln. Eine kleine Hilfestellung dazu, zu einer solchen Einschätzung zu kommen, soll diese Seite darstellen.
Wir leiten dich durch einen kleinen Fragebogen und geben auf dieser Grundlage Rückmeldung. Dabei handelt es sich um eine automatische Auswertung - das heißt, es ist anonym, kann daher aber nicht die Gegebenheiten im Betrieb und die Arbeitsteilung im Gremium einbeziehen.

Was nutzt es dann überhaupt?
Der Fragebogen zur Selbsteinschätzung beruht auf vielen Diskussionen, die wir bei Gremienklausuren jeweils mit ganzen Gremien geführt haben. Zielsetzung der Diskussionen war es, sich gegenseitig Klarheit zu verschaffen, was von den Kolleg/innen im Gremium erwartet wird: Was sollen sie können und was wird an Aufgabenübernahme erwartet. Diese Erwartungen haben wir gemeinsam in ein Anforderungsprofil gegossen (das sich natürlich im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert hat).
Wie gut die jeweilige Anforderung an ein Betriebsratsmandat erfüllt werden sollte unterscheidet sich natürlich je nach Funktion (... und ist auch abhängig von Betriebsgrösse und anderen Faktoren):
Ein/e Vorsitzende/r muss dementsprechend mehr mitbringen als ein normales Betriebsratsmitglied.
Was genau von welcher Funktion im Betriebsrat erwartet wird haben wir in die einzelnen Stufen gepackt - jeweils von 0 (keine Angabe / nicht vorhanden) bis 5 (das kann ich sogar anderen beibringen). So entstand für jedes Gremium ein konsensfähiges "Anforderungsprofil" pro Funktion.
Natürlich gibt es Gremien mit höheren und solche mit niedrigeren Erwartungen an seine Mitglieder. Die Anforderungsprofile, die wir hier zugrundegelegt haben sind "gemittelt".

Selbsteinschätzung: Mein Betriebsrats-Kompetenzprofil

Selbsteinschätzung ist natürlich immer schwierig: wenn du es ermöglichen kannst dich in bezug auf die Fragen nicht nur selbst einzuschätzen, sondern das mit einer Vertrauensperson zu zweit zu machen ist das natürlich treffsicherer.
Das ausgegebene Ergebnis sagt, inwieweit die Selbsteinschätzung deiner Qualifikation den von den meisten Gremien gesehenen Anforderungen entspricht. Nun ist weder die Selbsteinschätzung immer wirklich zutreffend, noch kann die Anforderungseinschätzung in anderen Gremien die besondere Situation in genau deinem Gremium abbilden: vielleicht gibt es eine Teamkonstellation, in der jeweils die Schwachstellen des anderen abgedeckt werden, vielleicht ist genau dieser Bereich bei dir im Betrieb nicht so wichtig (... dafür vielleicht ein anderer, der bei unseren Vergleichsgremien zufälligerweise keine solch große Rolle gespielt hat. Von daher ist das Ergebnis nicht der Weisheit letzter Schluss - aber:
Für die angegebenen "Schwachstellen" lohnt es sich in jedem Fall genauer hinzusehen:
Wenn der Bereich nicht genau die Spezialität eines anderen Gremiumsmitglieds ist oder das Thema bei dir derzeit keine Rolle spielt ist es in jedem Fall kein Fehler, sich Seminare / Veranstaltungen zu diesem Thema genauer anzusehen. Das geht z.B. über die Bildungslandschaft der BWS, in der man sich sehr gut zu den entsprechenden Angeboten durchklicken kann.
Als Orientierungshilfen haben wir am Ende der Auswertung für die drei wesentlichen Bereiche Hinweise auf entsprechende Qualifizierungsangebote aus dem BWS Angebot für Betriebsräte angefügt.
Kann losgehen? --> Zum Fragebogen

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